Rechnungen und Marin Headlands

Heute hat mich die Rechnung von der Überfahrt der Golden Gate Bridge daran erinnert, dass wir ja vor mittlerweile schon fast zwei Wochen einen Ausflug zu den Marin Headlands – Golden Gate National Recreation Area gemacht hatten. Ich hatte ganz vergessen darüber zu berichten.

Als Erstes eine kleine Erklärung zu der Rechnung: Die Brücken hier sind alle „Zollstraßen“, bei denen man bei der Überfahrt Geld zahlen muss. Das Ganze war uns auch bewusst, allerdings sind wir auf die Brücke gefahren und haben nirgends gesehen, wo man zahlen kann. Wir haben nur mehrfach die Schilder gesehen, was passiert wenn man nicht zahlt… Aber da wir durch die nicht besetzten Zahlstationen gefahren sind, haben wir uns nichts weiter gedacht und uns fast schon gefreut, dass wohl am Wochenende frei ist. Ist es aber nicht, wie wir später rausgefunden haben. Man kann nämlich innerhalb 24h Online zahlen oder auf seine Rechnung warten. Da wir für ersteres zu langsam waren, haben wir gewartet und heute kam sie dann.

Und wie fast jede andere Rechnung in den USA, kann man diese auf drei unterschiedlichen Wegen zahlen:

  • entweder per Post: Das heißt man schickt einen Check an eine bestimmte Adresse- was Amerikaner nur immer mit ihren Checks haben?
  • am Telefon: Man spricht immer mit einem Automaten und gibt seine Kreditkarteninformationen durch. Der Automat ruft einen unter Umständen am Ende auch noch zurück ruft und fragt wie der Service war. Es ist verrückt, wenn man von so einem Automatenmenü auch noch angerufen wird.
  • oder einfach auf einer speziellen Internetseite mit seinen Kreditkarteninfos.

So etwas wie eine Überweisung gibt es hier so gut wie nicht. Sowas wie die Stromrechnung kann man übrigens an einem Schalter im Wal-Mart bezahlen. Also alles furchtbar umständlich.

So genug von den Sonderheiten einer amerikanischen Rechnung und hin zu unserem Ausflug.

Die Marin Headlands liegen direkt auf der anderen Seite der Golden Gate Bridge (von San Francisco ausgesehen). Es ist eine hügelige Gegend, welche immer wieder mit alten Bunkeranlagen durchsetzt ist. Diese Anlagen dienten größten Teils der möglichen Verteidigung des Einganges zur Bucht (wie auch schon Alcatraz) – die Amerikaner müssen früher mal ganz schön Angst vor was gehabt haben, bei dem Aufgebot. Aber ich weiß noch nicht so ganz, zu welcher Zeit das genau war.

Heute hat man von dort einen wunderbaren Ausblick auf die Skyline von San Francisco mit der Golden Gate Bridge im Vordergrund. Ich glaube, dass ist einer Stellen wo die berühmten Bilder der Brücke gemacht werden. Etwas weiter in das Gebiet reingefahren kann man aber neben dieser Aussicht noch viele weitere schöne Ecken finden. So waren wir am Point Bonita Lighthouse. Ein sehr schnuckeliger Leuchtturm auf einer kleinen Insel, zu der man mittels einer Hängebrücke (ähnlicher der Konstruktion der Golden Gate Bridge, aber in klein) gelangt. Auf dem Weg dahin findet man wieder schöne Pazifiksteilküste inklusive Seelöwen. Aber auch nicht weit entfernt im gleichen Nationalpark, gibt es einen schönen Sandstrand. Bei Flut kann dieser überspült sein und die Seen, welche direkt hinter dem Strand liegen, werden dann mit Salzwasser versorgt.

Einige sagen, dass der Reiz von San Francisco durch die Kombination aus Großstadt und schöner Natur liegt. Ich muss sagen, dieser Meinung kann ich mich nur anschließen. Die Stadt alleine muss ich sagen, gibt mir, wie eigentlich bisher jede amerikanische Großstadt, die ich gesehen habe, nichts. Aber vielleicht mag ich einfach die alten denkwürdigen Gebäude in Europa zu sehr.

Wer mal in San Francisco ist, sollte sich meiner Meinung nach die Zeit nehmen und zu den Marin Headlands fahren. Es ist echt super da, man bekommt einen anderen Blickwinkel auf die Stadt und es ist echt nicht weit.

Advertisements

4 Gedanken zu „Rechnungen und Marin Headlands

    • Eine Ueberfahrt kostet 6 Dollar (eigentlich pro Richtung, aber irgendwie haben wir bisher nur die Rueckfahrtsrechnung bekommen). Also sie werten dein Nummerschild aus (quasi, wie wenn man in Deutschland geblitzt wird, mit Beweisfoto). Ich nehme mal an, dass wenn du nicht vorher online gezahlt hast, wird die Mietwagenfirma die Rechnung bekommen. Die kann ja dann per Datum und Uhrzeit ausfinding machen, wer das war und dann deine Kreditkarte mit dem Betrag belasten. Aber genau weiss ich das natuerlich nicht.

  1. Ein kundiger Mitleser dieses Blogs (Danke, A.) klärte mich jetzt auf: Fahrten aus San Franzisko heraus sind kostenlos, nur stadteinwärts kostet es was. Deshalb kam nur eine Rechnung.

  2. Pingback: Basketball und Point Reyes | Rices Abenteuer Log

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s