Big Basin Wanderung

Am 26. Mai (Montag) war Memorial Day, einer der (gefühlt seltenen) Feiertage die es hier gibt. Das ergab ein 3 Tage langes Wochenende, dass ich mit einem Ausflug in den Big Basin Redwoods State Park nutzen wollte.Gesagt getan, bei Hertz ein Auto gemietet (dank eines Rabattcodes von der United Services Automobile Association war das gar nicht so teuer wie es normalerweise für junge Leute ist), und los gings. Nach einer kleinen Pause an einem Parkplatz mit Aussichtspunkt war mir klar, dass das Wetter sehr warm werden würde, aber ich war mit Sonnenhut, Sonnencreme und viel Wasser im Rucksack vorbereitet.

    Der erste Aussichtspunkt auf der Hinfahrt

Der erste Aussichtspunkt auf der Hinfahrt

Auf der Hinfahrt sind mir viele Motorräder begegnet, irgendwann werde ich mal schauen ob ich hier auch mal eins für eine Tour gemietet kriege. Die Straße der ich durch die Berge gefolgt bin und die nicht umsonst Skyline Boulevard heißt, wäre auf jeden Fall einer Motorradtour würdig.

Vor dem Parkplatz war dann noch ein kleiner Stau, und ich hatte schon befürchtet es könnte vielleicht voll sein und ich wäre zu spät, aber die gesamte Straße die zu den Campingplätzen führte war an dem Tage zum Parken freigegeben. Nach 5 Minuten mit Schritttempo durch die Massen an Wanderern, fand ich dann endlich Platz um das Auto loszuwerden.

Dann konnte ich erstmal den Papierkram, den ich nach bezahlen der Parkgebühr erhalten hatte untersuchen. Darin befanden sich die Karte vom Park, der Parkzettel, und ein Infozettel (siehe Bild). Der solle bitte mit Informationen ausgefüllt werden, mit wie vielen Personen man welche Wanderung geplant hatte (Sunset-Trail to Skyline-to-the-Sea-Loop für mich), und wie man ausgestattet war (Essen, Trinken, Karte, warme Kleidung, Taschenlampe). Im Falle des Falle wüssten die Parkangestellten dann wo sie suchen müssten, sollte das Auto am Ende des Tages noch da stehen.

Sicherheitshalber habe ich den Zettel dann ausgefüllt, da ich an dem Tag alleine unterwegs war. Der Tipp den ich im Internet gesehen hatte, den geplanten Rundweg gegen den Uhrzeigersinn zu gehen war sehr praktisch, denn ich war scheinbar einer der wenigen die das machten. Auf der ersten Häfte der Tour begegnete ich jedenfalls viel weniger Leuten, als es die Anzahl der Besucher auf dem Parkplatz hätte vermuten lassen.

Los ging es durch einen Redwood Wald (von dem leider sämtliche Bilder wegen der Belichtung nichts geworden sind) mit wechselndem An- und Abstiegen, nach einer halben Stunde gab es einer Kreuzung ein Schild zur Warnung (von dem ich leider kein Foto gemacht habe), das einem eine lange und ermüdende Wanderung (16 km) bevorstand, wenn man dem Sunset-Weg und dann über Skyline-to-the-Sea-Weg zurück laufen wollte, was hinter dieser letzten Abzweigung die einzige „sinnvolle“ Route war. Mir erscheint das Schild ungefähr genauso sinnvoll, wie die Warnung auf Kaffeebechern: Achtung, heiß!

Nach ca. einer Stunde war ich plötzlich in einer neuen Landschaft angekommen, sehr viele Felsen, es gabe nur noch wenige Bäume, stattdessen mehr Felsen und niedrige Sträucher, und sehr viel pralle Sonne. Dieser Teil des Weges war nicht lang, ein paar Wanderer die mir entgegen kamen waren trotzdem sehr froh, als ich ihnen sagen konnte das bald mehr Schatten kommen würde. Ein paar aus der Gruppe waren allerdings auch verblüfft, dass ich mit Sonnenhut auf die Hitze vorbereitet war, während sie ihre Karte als Sonnenschutz missbrauchten mussten.

Schließlich war ich dann am „Ziel“ des Weges angekommen (nach der Hälfte der Wanderung), einer Reihe von sehr schönen und kühlenden Wasserfällen, neben denen ich nun hinuntersteigen konnte. Auf einem umgefallenen Baumstamm habe ich hier auch meine erste richtige Pause eingelegt. Je näher ich dem Fuß der Wasserfälle kam, desto mehr Leute schienen mir entgegenzukommen. Danach ging es den ab jetzt deutlich belebteren Wanderweg in einem Bogen zurück Richtung Startpunkt. Der war weniger aufregend, ging aber wieder durch einen schönen Wald, so wie am Anfang der Tour. Unterwegs gab es noch eine interessante Gruppe von 5 Redwoods die sehr dicht beieinander wuchsen, und vielleicht in ein paar (hundert) Jahren mal zusammenwachsen.

Insgesamt bin ich scheinbar relativ zügig (oder sagen wir mit wenig Pausen) unterwegs gewesen, denn fast Punkt 15 Uhr (4 Stunden nach meinem Start) war ich wieder am Parkplatz angekommen.

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